Globale und lokale Extrema
Lokale Extrema sind Hoch- und Tiefpunkte, da sie lokal den größten/kleinsten
$y$-Wert haben.
Liegt z.B. der Hochpunkt bei $(2\mid 1)$, so gibt ein $\epsilon\gt 0$, für dass es kein $x\in[2-\epsilon;\; 2+\epsilon]$
für das $f(x)\gt 2$ ist.
Auf dem Definitionsbereich von $f$ kann es jedoch größere $y$-Werte geben als die der lokalen Extrema.
Den größten/kleinsten $y$-Wert nennt man globales Maximum/globales Minimum.
Diese größeren/kleineren Werte liegen an den Rändern des Definitionsbereich.
Beispiele:
- Gegeben $f(x)=-x^2+1$ mit $x\in[1;\,4]$.
$f'(x)=-2x$ (streng monoton fallend auf $\mathbb{D}$)
Lokales Maximum bei $x=0\notin\mathbb{D}$, somit ist bei $x=1$ mit $y=0$
das globale Maximum.
Das globale Minimum wäre bei $x=4$ mit $f(4)=-15$.
- $f(x)=e^x$ hat kein lokales Minimum
aber ein globales bei $x=-\infty$ mit $y=0$.
Das globale Maximum wäre bei $y=\infty$
-
$f(x)=\frac1x$ mit $f'(x)=-\frac{1}{x^2}$
hat kein lokales Extremumg (da $f'(x)\neq 0$).
Da $\mathbb D =\mathbb R\setminus\{0\}$ ist könnte bei $x=0$
ein globales Minimum/Maximum liegen.
Und tatsächlich geht $\frac1x\rightarrow -\infty$, wenn $x$
von links gegen 0 geht.
Außerdem geht $\frac1x\rightarrow +\infty$, wenn $x$ von
rechts gegen 0 geht.